Der Benediktiner-Mönch John Cor 62kg Malz kaufte Malz, um daraus nach seiner Aussage auf Anweisung des Königs "Lebenswasser" herzustellen. 1736 taucht dann auch erstmals der Name Whisky auf, der sich aus dem Schottisch-Gälischen Wort uisge beatha (Uisge=Wasser, beatha=Leben) ableitet und somit Lebenswasser oder Wasser des Lebens bedeutet.
Besteuert wurde Whisky 1643 in Irland und 1644 in Schottland. Da jedoch niemand die Gesetze respektierte wurde Whisky 1661 in Irland und 1707 auch in Schottland verboten. Einzige Möglichkeit dieses Gesetz zu umgehen war der Erwerb einer staatlichen Lizenz.
Folge dieser Gesetze waren Unruhen. 1823 folgte dann eine neue Steuergebung mit festen Galleonenpreisen und einer Mindestgröße der Bre
nnblasen. Die erste Brennerei unter der neuen Gesetzgebung war Glenlivet. 1826 begann dann mit einem neuen von Robert Stein eingeführten Verfahren die Industrialisierung, da nun auch ungemälztes Getreide verwendet werden konnte.1856 stellte dann in Schottland Andrew Usher den ersten Blended Whisky her, eine Mischung aus mehreren Destillerien. Sein Usher's Green Stripe ist heute noch bekannt. Diese neue Whisky-Art fand rasch weltweit großen Umsatz. Aufgrund der amerikanischen Prohibition (1920-1933) kam es dann zu einer neuen wichtigen Entwicklung.
Viele Brennereien mussten schließen und nach Beendigung des Verbotes entstanden wenige doch dafür größere Brennereien. Hergestellt wird Whisky heute aus Getreide, das zunächst zu Schrot zerkleinert und dann im Maischebottich mit warmem Wasser angesetzt wird.
Hierbei verzuckert die Stärke. Anschließend wird Hefe beigesetzt und damit der Gärprozess eingeleitet. Die dabei entstehende Flüssigkeit erinnert stark an Bier und hat einen Alkoholgehalt von 5-10%. Sie wird anschließend in Destillerien mehrfach gebrannt.
Die dabei entstehenden Dämpfe werden aufgefangen und gesammelt. Nach Zugabe von ein wenig Wasser, reift die entstandene Flüssigkeit dann für mehrere Jahre in Fässern wobei 0,5-1% des Inhalts pro Jahr durch die Poren verdunsten. Nach Abschluss des Reifeprozesses wird der Whisky dann je nach Qualität weiterverarbeitet.
Allen gemein ist aber die Verordnung der europäischen Union vom 2008. Um in der EU als Whiskey verkauft werden zu dürfen, muss dieser folgende Kriterien erfüllen:

1. einen Alkoholgehalt von mindesten 40 und maximal 94,8 % aufweisen
2. durch destillieren von Getreidemaische gewonnen werden und
3. mindestens 3 Jahre in Fässern mit einem Volumen von maximal 700 Litern gereift haben.
Unterschieden wird Whisky nach Art des Getreides: Malt Whiskey, der ausschließlich aus gemälzter Gerste (Gerste wird befeuchtet und keimen gelassen) gewonnen wird; Grain (hergestellt aus Mais, Weizen, ungemälzte Gerste oder Roggen), Rye (mindestens 51 % Roggen), Bourbon (mindestens 51% Mais, mit maximal 80% gebrannt und mit maximal 63 % in gekohlte Eichenfässer gefüllt) und Corn (mindestens 80% Mais). Weiterer Unterscheidungsfaktor ist die Reinheit. Hier unterscheidet man Single Malt oder Straight, die aus einer einzelnen Brennerei stammen und Blended, eine Mischung aus mehreren Brennereien.
In Schottland wird nach diesen Kriterien in derzeit ca. 90 Destillerien gebrannt. Je nach Herkunftsregion haben diese Whiskys ihren eigenen Geschmack. Whisky aus den Highlands ist meist kräftig im Geschmack, kommt der Whisky aus der Region Speyside ist er meist eher mild und fein im Geschmack.
Lowland Whisky ist dagegen eher weicher im Geschmack, von der Insel Islay stammende Whiskys sind besonders stark und meist mit einer Rauchnote. Die restlichen Inselwhiskys lassen sich in keine einheitliche Kategorie eingliedern, allen gemein ist jedoch ein leichter Salzgeschmack aufgrund der Seeluft.
Die Reifezeit des Whiskys beträgt hier üblicherweise 8 oder 12, teils aber auch 15, 20, 25, 30 und 50 Jahre. Je nach Destillerie erreicht ein Whisky nach 12-15 Jahren eine optimale Balance zwischen Individualität und Destillerie-Charakter. Ältere Whiskys dagegen werden weicher, verlieren aber an Individualität. Importiert werden jährlich ca. 700 Millionen Flaschen Whisky, hauptsächlich Blend, denn erst seit wenigen Jahren ist der Single Malt wieder auf dem Vormarsch. Bei Blended Whiskys handelt es sich um eine Malt-Grain-Mischung wobei Grain aus Kostengründen dominiert.

Eine Qualitätseinstufung dagegen ist schwierig, denn obwohl der Flaschenpreis zwischen 5 und mehreren Tausend Euro schwankt, liegt der Grund hierfür in Faktoren wie Dauer der Lagerung, Herkunftsland des Getreides, etc. Da Geschmack aber individuell verschieden ist, kann auch ein günstiger Blended besser schmecken als ein teurer Single Malt.
Grundsätzlich gilt, dass man den für sich perfekten Whisky erst durch probieren erkennt. Gelegenheit dazu bieten die viele der heimischen Whisky-Stores. Wer aber einmal einen echten Whisky probiert haben möchte, kommt nicht drum herum einmal das Scotch and Whisky Heritage Center in Edinburgh zu einer Verkostung zu besuchen - ein echter Geheimtipp für Kenner.
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