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Londons Stadtteil
Hackney galt lange Zeit als das Armenhaus der britischen Metropole, doch entwickelte sich das ehemals triste Viertel mehr und mehr zum Geheimtipp für Besucher der englischen Hauptstadt:
Hackney präsentiert sich heute bunter und lebhafter denn je und lockt mit vielfältigen kulturellen Angeboten.
EntwicklungFür die römischen Verwalter diente Hackney einst mit seinem weiten Ackerland als Nahrungslieferant für die nahe gelegene Stadt Londinium. Später siedelten sich hier Handwerker und Händler an. Es folgten Mühlen am Flüsschen Lea, die dem Viertel später seinen Namen gaben.
Die erste Erwähnung Hackneys datiert aus dem Jahr 1198 und bezeichnete den Standort einer Mühle auf einer erhöhten Stelle im Sumpf („ey“), die einem Dänen namens Haca bzw. Hacon gehörte.

Noch im späten 18. Jahrhundert war Hackney eine von Acker- und Weideflächen geprägte ländliche Gemeinde mit einer nur geringen Einwohnerzahl. Doch mit der einsetzenden Industrialisierung und der Einführung der Dampfmaschinen wandelte sich das Antlitz Hackneys grundlegend.
Der Moloch London verlangte mehr und mehr nach Arbeitskräften. Rasch wuchs die Einwohnerzahl; aus Ackerland wurde Bauland.
Während sich in Westminister die Begüterten der Stadt niederließen, siedelten sich in Hackney jene an, die zu den Ärmsten der Armen zählten. Der nordöstlich Londons gelegene Stadtteil wurde zum Sammelbecken derer, die zu krank, zu alt oder aus anderen Gründen nicht in der Lage waren, ihren Lebensunterhalt in den Fabriken zu verdienen.
Hackney präsentiert sich dem Betrachter historischer Aufnahmen aus jener Zeit als Inbegriff vollkommener Tristesse. Wer hier lebte, hatte nichts mehr zu verlieren.
