Reisende, die einen besonders emotionalen Zugang zu Schottland und zu den britischen Inseln suchen, sollten unbedingt einige Tage auf der Halbinsel Kintyre im Westen Schottlands verbringen.
Die Südspitze der Insel, das Mull of Kintyre, ist nur etwa 20 Kilometer von der
Nordostküste Irlands entfernt und diente als Ausgangspunkt für die frühzeitliche Besiedlung der irischen Insel durch Bauern und Jäger.
Das Bergland des
Mull of Kintyre ist durch blühende Heidelandschaften geprägt. Der an der Südspitze der Halbinsel errichtete Leuchtturm trägt zu den tiefen Fernweh- und Heimatgefühlen bei, die jeder Besucher des Mull of Kintyre empfindet und von
Paul McCartney in seinem gleichnamigen Song in den Siebziger Jahren um die Welt geschickt wurden.
Die karge aber doch grüne Berglandschaft der schottischen Halbinsel Kintyre bietet eine optimale Plattform für ausgedehnte Wanderungen.

Auf der schmalen Halbinsel, die sich etwa 70 Kilometer in die Länge zieht, herrscht die meiste Zeit über eine sehr angenehme Meeresbrise.
Viele kleinere Straßen ermöglichen eine Eroberung der Halbinsel auch mit dem Fahrrad. Kraftfahrzeugverkehr wird auf der Halbinsel auf ein Minimum reduziert.
Eine Eroberung lohnt sich nicht nur wegen der entspannenden Atmosphäre und der gesunden Meeresluft.
Der Golfstrom ermöglicht eine für britische Verhältnisse geringe Niederschlagshäufigkeit und die überall wachsenden Palmen sind ein schönes Indiz für das gemäßigte Klima auf Kintyre.
Die Halbinsel weist alle Charakteristika auf, die Schottland so bekannt gemacht haben. Zahllose historische und archäologische Kleinode lassen sich während einer Rundreise über die Kintyre-Halbinsel als Zwischenziele ansteueren.
Carradale, Kildonan, Dun Skeig und Ranachan Hill gehören zu den prähistorischen Stätten, an denen die frühen Siedler ihre Duns, die befestigten Forts, unterhielten. Der Weg zu den historischen Highlights führt über Hügel, durch Wälder, an Flüssen und tiefen Seen vorbei.
Die Halbinsel Kintyre ist geographisch und politisch in fünf Küstenbereiche aufgeteilt. Oberhalb des Mull of Kintyre schließt sich Campbeltown & Machrihanish an, The Carradale Coast bildet die Ostküste, The Atlantic Seaboard die Westküste. Im Norden wird die Halbinsel von Tarbert & North Kintyre begrenzt. In North Kintyre ist Tarbert Harbour angesiedelt, eine traumhafte kleine Küstenstadt direkt am Meer.
Der Hafen Tayinloan im Westen weist ein erfrischendes Atlantikklima auf und ist Ausgangspunkt für eine Reise zur Insel Gigha mit der Fähre. Im Osten ist der kleine Fischereihafen Carradale Harbour Sinnbild für mildes Klima und grüne Vegetation.
Der
Golfplatz in der Region Campbeltown & Machrihanish gehört aufgrund der unbeschreiblichen Naturlandschaft, in die er eingebettet ist, zu den gefragtesten Spielstätten Schottlands.
Viele Profi-Golfer aus der ganzen Welt favorisieren den Golfplatz von Machrihanish. Der Süden von Kintyre wird nicht nur durch den Sandstrand, den Southend Beach, geprägt, der das Mull of Kintyre kennzeichnet.
Wer bis zum Leuchtturm an der Südspitze des Mull of Kintyre vordringen möchte, kann sich auf einen kurzweiligen Fußmarsch freuen. Der reduzierte Straßenverkehr auf der Halbinsel stellt die ruhige und geradezu mystische Atmosphäre des langgezogenen Landstriches sicher.

Der schnellste Zugang zu Kintyre erfolgt über den Flughafen
Campbeltown, der zweimal täglich von
Glasgow aus angeflogen wird. Von
Irland aus kann im Sommer auf die Fährverbindung Campbeltown/Ballycastle zurückgegriffen werden. Reisende, die alternative Transportmittel lieben, können in Campbeltown jederzeit eine Kutschfahrt über die Halbinsel buchen.