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Das Schottisches Hochland
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Die Highlands erstrecken sich im Norden Schottlands und sind mit ihrer zerklüfteten Berg- und Küstenlandschaft das Sinnbild Schottlands schlechthin. Hier siedelt man sie an, die Dudelsäcke, Kilts und Clans.

Das weite Land mit seinen grünen Tälern, klaren Seen und endlosen Mooren birgt manches Geheimnis mehr und offenbart seine ganze Faszination nur dem, der sich aufmacht, mit eigenen Augen die wilde, ursprüngliche Seele Schottlands zu entdecken.

Bereits in der Steinzeit hat es hier vermutlich die ersten “Highländer” gegeben. Als Jäger und Sammler erkundeten sie das raue Land. Großsteingräber bei Wick und Inverness lassen sich auf 3 000 v. Chr. zurück datieren. Ursprünglich wurden die Highlands von Kelten und Skandinaviern besiedelt. Die Römer blieben in der Geschichte der Highlands außen vor, da es ihnen nie gelang, in die unwegsame Bergwelt vorzustoßen.

Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich unter der Bevölkerung die charakteristische Clan-Struktur heraus und die Highländer zeigten sich sehr kampfeslustig, sowohl untereinander als auch den feudalen Herrschern der nahen Lowlands gegenüber.

Kinogängern der frühen 1990er Jahre wird vielleicht der Film “Braveheart” noch ein Begriff sein, welcher eindrucksvoll den Freiheitskampf der Highländer schildert.

Auch nach der Vereinigung mit England 1707 wurden aus den Highlands weiter Soldaten für die englische Krone entsandt. Mit der Niederschlagung des Jakobitenaufstandes unter Bonnie Prince Charlie 1745 verloren die Clans ihre Macht.

Dudelsäcke und Kilts wurden aus den Highlands verbannt. Kleinbauern wurden nach Australien und Nordamerika verschifft. Sie sollten Platz schaffen für die riesigen Schafherden der Lowländer.

Geblieben ist das Erbe der verwegenen Highländer, trutzige Steinburgen der Highland-Chiefs und unscheinbare Erdhügel, wo sich einst die Hütten der Kleinbauern befanden. Prächtige Hotels, Paläste und Jagdsitze der Engländer bestimmten von nun an das Bild. Das Ergebnis ist eine architektonische Vielfalt, welche Sie bei ihrem Besuch in den schottischen Highlands in ihren Bann ziehen wird.

Ihre Reise in die schottischen Highlands führt Sie zunächst von Glasgow über die A9 in etwa drei Stunden nach Inverness am Great Glen of Scotland, einer geologisch einmaligen Spalte, welche durch Schottland verläuft. Schon sind Sie mitten drin in den Highlands und finden in ihrer Metropole zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.

Über der Stadt thront das imposante Burgschloss. Im 11. Jahrhundert regierte hier der schottischen König Macbeth, allerdings bei Weitem nicht so grausam, wie es uns Shakespeare im Deutschunterricht Glauben machen wollte.

Ein weiterer repräsentativer Bau ist die St. Andrew`s Cathedral, welche der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen mit einem prächtigen Taufbecken ausstattete. Im Museum der Stadt können Sie sich über die Geschichte der Highlands schlau machen und eine Haarlocke von Bonnie Prince Charlie, welcher sich tapfer im Jakobitenaufstand schlug, in Augenschein nehmen.


Die A82, welche auf einer Länge von 70 Kilometern von Inverness nach Fort Williams führt, zählt zu den schönsten Passstraßen Großbritanniens. Zunächst passieren Sie die nördliche Hälfte des Great Glen, welche vom beinahe 40 Kilometer langen See Loch Ness eingenommen wird.

Noch immer ist Nessie eines der größten Rätsel der Highlands. Das Ungeheuer von Loch Ness wurde bereits im 6. Jahrhundert von einem irischen Missionar gesichtet. Danach hielt es sich versteckt, bis 1933 mit dem Bau der A82 begonnen wurde. Damals gelang es sogar, Nessie auf einem Foto zu verewigen.

Vielleicht ist es ja gar nicht so ausgeschlossen, dass Sie der Lösung des Rätsels näher kommen, wenn Sie den Blick nur lange genug über die atemberaubend schöne Landschaft um den 325 Meter tiefen See schweifen lassen.

Garantiert erreichen werden Sie Fort Augustus, am Südende des Loch Ness. Das beliebte Touristenzentrum verdankt seinen Namen einer von General Wade Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Festung, an deren Stelle sich heute ein Benediktinerkloster befindet.


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