HomeEntdecken & ErlebenReisetipps EnglandDie Scilly Inseln
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Die Scilly Inseln erstrecken sich im Südwesten von Land`s End, der äußeren Spitze Cornwalls, im Atlantik. Etwa 150 zum Teil winzig kleine Inselchen reihen sich wie Perlen an einer Schnur aneinander.

Fünf der Inseln sind bewohnt und für den Tourismus erschlossen. Einst waren die Scilly-Inseln von Seefahrern gefürchtet. Im Jahre 1707 lief eine Flotte der Royal Navy auf Grund und 1 450 Menschen fanden den Tod. Heute offenbaren die Scilly Inseln Touristen ihre ganze Faszination und zaubern Südseeflair in das kühle, von Nebel verhangene England.

Der Golfstrom beschert den Scilly Inseln das mildeste Klima Großbritanniens. Die Inseln selbst faszinieren mit einer unberührten Schönheit, mit weiten Stränden, Mooren und Pinienwäldern und Blumen, soweit das Auge reicht. Vielfältige Zeugen der Vergangenheit legen die frühe Besiedlung der Inseln nahe. Das es sich bei den Scilly Inseln um die legendären Zinn-Inseln des Altertums handelt, konnte bislang jedoch nicht bestätigt werden.

Ein Reise auf die Scilly Inseln nimmt meist in Penzance, einem der beliebtesten Urlaubsorte Cornwells, ihren Anfang. In etwa drei Stunden erreicht man per Fährüberfahrt Hugh Town, die Hauptstadt von St. Mary`s, der größten Insel des Archipels.

Die beschauliche Metropole verfügt über 1 100 Einwohner und gilt als größte Stadt der Scilly Inseln. Touristen können St. Mary`s auch per Flugzeug von Southampton, Bristol oder Land`s End aus erreichen.

Über Hugh Town erhebt sich Star Castle, ein Fort aus dem 16. Jahrhundert. In den geschichtsträchtigen Mauern können Urlauber luxuriös übernachten und einen herrlichen Meerblick genießen. Die Straßen Hugh Towns werden von schmucken viktorianischen Häusern gesäumt. In den Gärten gedeihen Palmen und Kakteen.

Ein kleines Heimatmuseum macht mit Geschichten und Legenden der faszinierenden Inselgruppe vertraut. Bootsfahrten lohnen auf die Insel Samson, wo steinzeitliche Behausungen zur Besichtigung einladen. Auf der Insel Annet lassen sich Alkenvögel oder Papageientaucher beobachten.

Am westlichen Eingang des Ärmelkanals befindet sich Tresco, die zweitgrößte der Scilly Inseln. Die Insel ist touristisch hervorragend erschlossen und verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz, welcher von Penzance bis zu sechsmal täglich angeflogen wird. Autos sind auf den Scilly Inseln tabu, man reist gemächlich tuckernd per Traktor oder leiht sich ein Fahrrad. Doch die Scillys gelten als Feriendomizil der kurzen Wege und man kann die meisten Ziele bequem auch zu Fuß erreichen.

Um die Ruinen von Tesco Abbey wurde im 19. Jahrhundert auf steilen Terrassen ein subtropischer Park angelegt, welcher mehr als 5 000 Pflanzen aus aller Welt beherbergt. Auf dem Abbey Hill erinnert ein Denkmal an Augustus Smith, den einstigen Eigentümer der Inseln und Stifter dieser einzigartigen grünen Oase. Teil des Parks ist auch eine Sammlung von Galionsfiguren, welche von vor der Küste gesunkenen Schiffen geborgen wurden.

Im Norden der Insel lassen sich um Castle Down 78 steinzeitliche Gräber entdecken. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sollte man im Gepäck haben, wenn man Piper`s Hole besucht und in den einstigen Piratenunterschlupf eindringen möchte.

Keine große Anstrengung wird es dagegen kosten, Beacon Hill, die mit 42 Metern höchste Erhebung auf Tresco zu erwandern. Die schönsten Badeplätze finden Touristen an der Pentle Bay.

Der kleine Brackwassersee Great Pool wird besonders Naturbegeisterte in seinen Bann ziehen. Zeitgleich mit dem London Marathon wird jährlich der Tresco Marathon ausgetragen. Teilnehmer müssen die Insel 7,5 mal umrunden. Der Erlös der Veranstaltung kommt Mukoviszidose Erkrankten zu Gute.

Die Insel St. Martin`s lebt von ihren Kontrasten. Zerklüftete Küstenabschnitte im Norden gehen in weite Blumenfelder im Südteil der Insel über. Touristen finden auf St. Martin`s ein Hotel und einen Zeltplatz. Bootsfahrten lohnen zum Bishop`s Rock, dem westlichsten Punkt des europäischen Kontinents.



Nicht nur Ornithologen halten St. Agnes für die schönste der Scilly Inseln. Die Insel verfügt über keine Übernachtungsmöglichkeiten. Bei Ebbe kann man zur für ihre Hügelgräber bekannten Insel Gugh hinüberwandern. Eine wilde Faszination übt Bryher, die kleinste der bewohnten Scilly Inseln, auf ihre Betrachter aus. Zwischen Felsen, Meer und der Vegetation des Südens begegnen Touristen einem England, was sie es so noch nie vorher sahen.

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