
Bitte Papi, wir wollen wieder nach Schottland. Auch Beate stimmt zu, also, Sommer nicht im warmen Süden, nicht in den Alpen, nein, es soll wieder Schottland sein.
Die Zwillinge Martin und Paula sind mit ihren elf Jahren schon richtige Schottland - Fans, Astor, unser Vital-Bündel, ein Yorkshire Terrier, kommt natürlich mit. Hunde sind zwar nicht überall willkommen, doch mit Astor wurde schon oft eine Ausnahme gemacht.
Im letzten Jahr waren wir auf der Insel Islay, mit der Fähre von Kennacraig nach Port Askaig. Es war zauberhaft, aber in diesem Jahr möchten wir Gigha kennen lernen, die grüne Insel. Die Reisevorbereitung beginnt am Computer, die B&B müssen gebucht werden.

Wir kennen es ja schon, Flug nach
Glasgow, Mietwagen wie in den letzten beiden Jahren am Flughafen. Gemütlich fahren wir am Loch Lomond, dem größten See Schottlands entlang, der
Linksverkehr muss wieder geübt werden. Nach einer halben Stunde machen wir im Inverbeg Inn eine erste Rast.
Arme ausbreiten, tief einatmen: Schottland, wir sind wieder da! Nach weiteren zwei Stunden sind wir in Tarbert am Loch Fyne, unserer ersten Station. Isabel hat uns in ihrem
Cuillins Bed & Breakfast schon erwartet, der Willkommens
Tee ist fertig. Es ist leicht, sich hier schnell zu Hause zu fühlen, so freundlich ist der Empfang.
Isabel schlägt uns zum Abendessen das
Anchorage Restaurant vor, empfiehlt uns die heiße Fischplatte und bestellt auch gleich telefonisch, ein super Tipp. Das Fischrestaurant in der Harbour Street ist nicht nur wegen des Essens ausgezeichnet.
Im Elsaß wollte man uns ein Choucroute nicht für zwei Personen servieren. Hier ist das überhaupt kein Problem. Das für zwei Personen geplante „Plateau fruits de mer“ wird problemlos für die ganze Familie mit vier Tellern serviert.
Die abschließende Schottische Käseplatte rundet das gute Essen ab. Nach der kurzen Wanderung zurück fallen wir müde in die Betten, die klare schottische Luft und die guten Betten lassen uns tief schlafen.
Als dann am nächsten Morgen das traumhafte Schottische Frühstück vor uns steht wissen wir: Die Entscheidung, auf der Rückreise die letzte Nacht vor dem Heimflug noch einmal hier zu verbringen, war genau richtig.

Nach einer guten halben Stunde kommen wir in Tayinloan an. Die Fähre nach
Gigha fährt stündlich und bringt uns in 20 Minuten auf unsere Ferieninsel.
Der Empfang im
Achamore House ist genauso herzlich, wie wir es schon mehrfach in Schottland kennen gelernt haben. Auch unser Liebling Astor ist herzlich willkommen. Wir haben das Gefühl, als Gutsbesitzer in einem der altehrwürdigen Schottischen Landhäuser empfangen zu werden.
Die Tage auf der grünen Insel vergingen leider viel zu schnell. Allein im berühmten Garten unseres Landhauses waren wir mehrfach. Das Wetter war gut und so konnten wir nach ausgiebigen Wanderungen mehrmals unser Abendessen auf der Terrasse des Gigha Hotel geniessen, wieder bei der ausgesprochenen schottischen Freundlichkeit.
Eine Inselumrundung auf dem Boot unseres B&B bleibt uns unvergessen. Wir hatten das Glück, dass drei Delphine mehrmals unser Boot umsprangen, immer in Fahrtrichtung rechts.
Auf dem
Rücken eines Pferdes durch das Meer zu reiten ist eine ganz besondere Erfahrung, die Sonnenuntergänge sind unbeschreiblich schön, die Sandstrände lassen in dem vom Golfstrom bestimmten Klima südliche Gefühle wach werden und immer wieder: nirgendwo ist es überlaufen, überall finden wir die herrlich wohltuende Ruhe!

Auf der Rückfahrt umrunden wir die
Halbinsel Kintyre, am Mull of Kintyre schauen wir nach Nordirland hinüber und denken sehnsüchtig schon an einen nächsten Urlaub („My desire is always to be here“).
Am letzten Abend in Tarbert gibt es viel zu berichten. Und als dann Isabel am Kamin alte schottische Märchen erzählt ist es wieder da, das Ferien Ende Gefühl: „Wir kommen bestimmt wieder, es war so schön“.
Familie Müller aus Köln