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Rundreise in Südengland
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Unser Familienurlaub hat uns in diesem Jahr nach Südengland geführt. Ich denke, die ganzen Rosamunde Pilcher-Filme waren eine sehr gute Vorbereitung darauf und nun wollte ich endlich mal erfahren, ob diese Landschaft wirklich so schön ist, wie immer behauptet wird. Bücher und Filme reichen dafür nicht aus.

Ich wollte mir selber ein Bild machen. Was ist nun dran am Klischee der wunderbaren Landschaft? Sind alle englischen Kinder blond und kann man hier wirklich so toll Urlaub machen? Fragen über Fragen – die ich geklärt haben wollte.  Unsere Reise beginnt, wie meistens am Flughafen in London. Hier erlebe ich zum ersten mal, wie freundlich eigentlich die Engländer sein können. Außerdem muss ich feststellen, dass hier keine Spur von dem so verrufenen, schlechten englischen Wetter ist. Ganz im Gegenteil. Die Sonne sticht auf uns herunter.

Mit dem Mietwagen geht es dann erstmal in ein Hotel in London. Schließlich wollen wir ja von dieser schönen Stadt auch etwas sehen. Der Linksverkehr macht mir etwas zu schaffen. Ich übe darum erstmal auf dem Gelände des Flughafens. Hier wird man doch sicher für einen orientierungslosen Deutschen Verständnis haben.

Unsere erste Nacht im Hotel in London ist dann auch nicht unbedingt zum Schlafen da. Nein, ich muss unbedingt etwas sehen, wenn ich dann schon einmal hier bin. Sehr eindrucksvoll ist das Big-Weel. Es wird in der Nacht einfach wundervoll angestrahlt. Sehr schon anzuschauen ist auch die Towerbridge.

Was mich nun aber quält, ist der Hunger! Hier bekommt man ja fast alles. Wir haben uns für eine Pizza entschieden, aber Fish-and-Chips will ich auch noch irgendwo probieren. Der Tag ist schon sehr weit fortgeschritten und nun werde auch ich müde. Oh je, ich muss wirklich ins Bett. In mein schönes, englisches Bett im Rosendesign.

Am nächsten Morgen erwartet mich ein herrliches, englisches Frühstück. Man kann ja viel über die Engländer sagen, aber frühstücken können sie wirklich. Es gibt schon zum Frühstück Rühreier, Bohnen, Speck (Rashers), gebratene Tomaten und so nette kleine Würstchen (Sausages). Sie sind zwar besonders fett, schmecken dafür aber himmlisch. Ganz besonders begeistern mich die kleinen Pfannkuchen…mmmh einfach lecker!

Da wir ja eigentlich in den Süden von England reisen wollten, machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg. Der Linksverkehr macht mir schon weniger zu schaffen. Unser erstes Ziel ist die Hafenstadt Dover. Hier erreicht man Großbritannien übrigens, wenn man mit der Fähre ankommt. Dover besitzt den wichtigsten Hafen am Ärmelkanal. Wegen seiner Nähe zum Festland von Europa ist der Hafen in Dover so beliebt. Mehrere Millionen Menschen nutzen jedes Jahr diese Möglichkeit, um nach Frankreich über zu setzen.

Die Städte Calais und Dünkirchen sind von hier aus sehr gut zu erreichen. Wichtigste Attraktion in Dover ist natürlich der Eurotunnel. Eine zweite interessante Sehenswürdigkeit sind die Kreidefelsen von Dover. Die Front dieser Klippen, welche bis zu 106 Meter hoch ist, besteht aus Kalk und Feuerstein . Die Kreidefelsen haben außerdem einen sehr großen Symbolwert. Weil die Überquerung des Kanals in Dover vor dem Luftverkehr die einfachste Möglichkeit war um auf den Kontinent zu kommen, bot die weiße Linie dieser Klippen den Reisenden auch die 1. oder auch die letzte Ansicht auf Großbritannien.

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