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Tag 5! und schon bald müssen wir uns leider schon wieder in Richtung Bootbasis begeben, unser Urlaub ist schon fast wieder um. Nach dem ausgiebigen Frühstück heute Früh (Dennis hat wieder frische Brötchen vom Becker geholt und Melanie hat ihr beneidenswertes Rührei gezaubert) sind wir am Vormittag in einer etwas größeren Stadt angekommen.
Wir haben direkt das "
Sainsbury Centre for Visual Arts" angesteuert. Ein herrliches Museum. Wir haben viele wunderbare Stücke sehen können. Besonders interessant fand ich die Skulptur mit dem Namen "Mother and Child", die, wie ich mir sagen ließ, zu den 9 "must see objects" im Museim zählt. Die Skulptur wurde im Jahre 1932 von
Henry Moore gefertigt und gehört zur Robert & Lisa Sainsbury Collection.

Die acht weiteren Skulpturen der "must see objects" sind "Llama effigy" aus dem Jahre 1400 – 1532 v. Chr., "Male figure – ‘Fishermen’s god’" und "Little Dancer aged fourteen", eine Bronzefigur aus dem Jahre 1800 von Edgar Degas, vier weitere wunderschöne Skulpturen und mein absolutes Lieblingsstück "Female nude with arms raised", ein Gemälde von Paplo Picasso aus dem Jahre 1907, was 1939 restauriert wurde. Das "Sainsbury Centre for Visual Arts" ist ein absolutes Muß für alle Kunstliebhaber.
Nach dem Besuch in meinem persönlichen Museum des Tages sind wird noch zur Ausstellung der Britischen Künstlerin
Nicola Slattery in der Nähe des Rathauses gegangen. Nicola Slattery ist eine Künstlerin aus London, die ihre Werke hin und wieder im Umland ausstellt.
Es zieht sie immerwieder in diese wunderschöne Gegend, so sagt sie, weil sie ursprünglich aus Harleston, Norfolk, stammt und ihr Herz wohl immer hier schlagen wird. Die Künstlerin dürfte so wie ich um die dreißig Jahre alt sein und malt mit Vorliebe biblisch angehauchte Bilder oder Bilder mit Tieren, sie ist wirklich sehr begabt.
Am frühen Abend haben wir noch eine nahegelegene Burgruine besichtigt und abends bin ich mit meinem Schatz noch alleine angeln gewesen. Wir haben fünf Forellen und einen Zander erbeutet und konnten Dennis und Melanie am späten Abend noch damit überraschen. Der Fisch ist natürlich umgehend auf dem Grill gelandet, dazu gab es etwas selbstgemachten Kartoffelsalat und ein, zwei Fläschchen Wein, bis die Sonne schon fast wieder aufging. Ein schöner Tag und ein noch viel schönerer Abend.
Heute (Tag 6) haben wir einen großen Ausflug gemacht. Wir haben uns direkt nach dem Frühstück einen Wagen gemietet und sind nach Norwich gefahren. Dort haben wir zunächst einen Einkaufsbummel durch das "Jarrold Department Store" gemacht. Es handelt sich dabei um das preisgekrönte Flaggschiff in Norwich was bereits von außen einen sehr pompöen Eindruck macht.

Nach dem Bummel durch das "Jarrold Department Store" ging es weiter in Richtung "The Mall". "The Mall" ist ein fünfstöckiges Einkaufszentrum der Extraklasse mit vielen verschiedenen Geschäften und kleinen Lädchen in denen man wirklich günstige Dinge findet.
Gegen Mittag fanden wir uns in "Zaks Restaurant" ein, wo wir ein leckeres Mittagessen zu uns genommen haben. Das Restaurant ist im American Style aufgemacht und bietet eine attraktive Alternative zu den landestypischen Restaurants.
Am Nachmittag haben wir eine dreistündige Kanufahrt gemaht, die wir über "Norfolk's Adventure Activities" gebucht haben. Die Tour war zwar zugegebenermaßen sehr anstrengend, aber sie hat uns viel Spaß gemacht.
Nach dem anstrengenden Nachmittag stand uns der Sinn nach Kaffe und Kuchen. Da uns das "The Waffle House" im Zentrum empfohlen wurde entschlossen wir uns dazu dort den Nachmittag ausklingen zu lassen. Die frisch zubreiteten, süßen belgischen Waffeln sind mein absoluter Hit des Tages, vor allem, weil sie noch heiß serviert wurden. Dazu habe ich mit einen frischen
englischen Tee gegönnt, einfch köstlich, so stelle ich mir Urlaub vor!
Norwich ist zwar das pure Gegenteil zu unserem bisherigen Urlaub, der sehr ruhig uns besinnlich war, aber es handelt sich nun einmal um eine große Stadt, die einen Ausflug auf alle Fälle wert ist. Den Abend haben wir dann ganz gemütlich auf unserem Hausboot ausklingen lassen. Wir konnten die Ruhe heute noch besser genießen als sonst, weil der Tag sehr anstrengend war. Was gibt es schöneres, als nach so einem Tag die Natur im Osten von England zu genießen?
Der nächste Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Allerdings haben diesmal Melanie und ich die Brötchen geholt und Sven und Dennis haben den Tisch oben auf dem Deck gedeckt. Wir haben lange geredet und sind dann vormittags in Richtung Bootsbasis in der Nähe von Wroxham aufgebrochen.
Auf dem Weg dorthin haben wir jedoch gegen Mittag angelegt und uns in dem kleinen Hafenstädtchen Fahrräder ausgeliehen. Unsere dreistündige Fahrradtour wurde dann im Restaurant „Big“ beendet. Wir tranken etwas Wein und aßen gemütlich zusammen, bis wir am frühen Abend weiter mussten. Eine halbe Stunde später waren wir in der Bootsbasis angekommen und mussten unser Zuhause der letzten Woche wieder seinem Besitzer übergeben.
Die Männer haben uns zum Abendessen in Wroxham eingeladen. "The Bridge Restaurant" ist ein gemütliches Restaurant am Flußufer mit gemütlicher Außenterrasse und einem behaglichen Gästeraum. Da es für seine große Auswahl an guten Weinen bekannt ist, haben wir den einen oder anderen Wein gekostet und einige Flaschen als Geschenk mitgenommen.

Heute war der letzte Tag der Reise und es ist für meinen Geschmack alles viel zu schnell vorbei gewesen. Können wir nicht noch ein, zwei Wochen hier bleiben? Nein, leider nicht, ich weiß, aber wir haben schon beschlossen, dass wir im nächsten Jahr wieder herkommen werden.
Ramona, Berlin