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Fahren in Großbritannien
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Aufgrund der in Großbritannien geltenden Anschnallpflicht, gibt es auch dort kein Entkommen vor dem Sicherheitsgurt. Gesetzlich geregelt ist dies auch für Kinder, diese müssen im Alter von 3 bis 12 Jahren auf dem Rücksitz des Fahrzeuges in einer speziellen Vorrichtung zu sitzen.

Auch das Telefonieren am Steuer ist während des Fahrens verboten, für die Nutzung Ihres Mobiltelefons sollten Sie also über eine Freisprechanlage verfügen. Lassen Sie sich dennoch mit Telefon am Ohr erwischen, droht unter Umständen eine Strafe von bis zu 100 Pfund. Überhauptt ist es ratsam, den britischen Regelungen Folge zu leisten, denn Missachtungen können schnell ins Geld gehen.

Der allgemein typische Fahrstil der Briten ist als defensiv zu beschreiben und keinesfalls etwa als aggressiv. Für gewöhnlich hält der britische Verkehrsteilnehmer bereitwillig die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ein, und sollte er Dränglern und überholwütigen Autofahrern begegnen, so wird diesen großzügig genügend Platz fürs entsprechende Überholmanöver eingeräumt.

Dem Reiz, den mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Autos nachzujagen, unterliegt der Brite in der Regel nicht. Hier sind es zumeist die ausländischen Fahrer, die der Versuchung, ein zu schnell fahrendes Auto einzuholen, nicht widerstehen können.

Durch seinen gemächlichen Fahrstil trägt der britische Autofahrer zu einer längeren Lebensdauer seines Autos bei und kann sich dementsprechend auch vergleichsweise lange an seinem Fahrzeug erfreuen. Denn im Umgang mit seinem Auto vermeidet er Höchstbeanspruchungen so gut es geht.

Da viele Landstraßen in Großbritannien enorm eng und kurvenreich sind, und damit teilweise auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 oder 40 Meilen pro Stunde begrenzt sind, fährt der britische Verkehrsteilnehmer hier natürlich besonders vorsichtig.

Sieht man dort vereinzelt Fahrzeuge, die stärker aufs Gaspedal treten, so sind dies meist Sportwagen oder Lastwagen. Besonders die Sportwagen-Fahrer genießen einen Sonntag morgen auf ihre Weise: Erfreut nämlich über die Abwesenheit des Berufsverkehrs, erhöhen sie nun kräftig das Tempo und rauschen mit teils überhöhter Geschwindigkeit die Straßen entlang.

Vorsicht ist auf den Motorways geboten: Hier wird häufig geblitzt!
Der Großteil der Autofahrer in Großbritannien gilt als sehr höflich, zuvorkommend und umsichtig.

Für ausländische Fahrer ist es daher empfehlenswert, sich bezüglich der persönlichen Fahrweise bestmöglich an das Verkehrsverhalten der Briten anzupassen, denn unangenehm aus der Masse hervorzutreten, hinterlässt sicher nicht den besten Eindruck. Statt stur auf dem eigenen Recht zu beharren, ist es sinnvoller, auch anderen einmal den Vortritt zu lassen.

Hupen beispielsweise, sollte man als Autofahrer in Großbritannien vermeiden, dadurch erscheint man bloß als unhöflicher ausländischer Verkehrsteilnehmer. Die Briten nämlich setzen das Warnsignal des Hupens ausschließlich im Notfall ein.

Da Fußgänger im britischen Straßenverkehr immer Vorrang haben, sollten Sie als Autofahrer an Zebrastreifen stets bremsbereit sein und den Fuß vom Gaspedal nehmen. Es ist auch nicht selten, dass Fußgänger an Zebrastreifen losgehen, ohne zu schauen, ob ein Auto naht.

Britische Verkehrsteilnehmer lieben übrigens den Kreisverkehr – dementsprechend viele gibt es im Land. An jeder möglichen Kreuzung befindet sich ein Kreisverkehr, in dem die Regel 'Rechts vor Links' gilt. Das Fahrzeug also, welches sich im Kreisverkehr befindet, hat immer Vorfahrt.


Zudem fährt man in Großbritannien nach links, also im Uhrzeigersinn, in den Kreisverkehr hinein. Bevor man sich hinein wagt, sollte man am besten noch einmal einen Briten nach dem ein oder anderen hilfreichen Tipp fragen und sich diverse Dinge praxisnah erklären lassen.



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