Konservative Briten, die ihren dunkelblauen Cardigan lieben, weil er schon mehr als zehn Jahre alt ist, müssen jetzt stark sein. In London startete vergangenen Freitag die Londoner Fashion Week, die bis 24. Februar andauert. Sie wurde dafür bekannt, alles zu bieten, was unkonventionell, furchtlos oder wenigstens untragbar für den Straßenverkehr ist.
Der Auftakt war jedoch ernst und begann mit einer Gedenkminute für Alexander McQueen. Der Visionär der englischen Mode und einer der erfolgreichsten Modeschöpfer unserer Zeit hatte sich am 11. Februar das Leben genommen. Paul Costelloe zeigte zur Eröffnung Schwarz und gebot den Männern lange Haare und noch viel längere Mäntel.
Caroline Charles dagegen brachte Frauen zum Glitzern, mit Kleidern aus schimmerndem Altgold und Pailletten. Sykes stellte am Samstag Minis und Hotpants für die nächste Herbst-/Wintersaison vor, die alles andere als wetterfest sind. Überlebende des diesjährigen deutschen Winters sagen dazu: brrrrr! Insgesamt präsentieren 120 Designer ihre Ideen. Eine Bilderschau der Catwalks ist auf der Home Page der
Londoner Modewoche zu sehen.