Wie wir den Nachrichten der "
Times Online" entnehmen, findet sich eine der aufregendsten und zugleich unbekanntesten Bahnstrecken Großbritanniens entlang der Küste in
Cumbria, im nordwestlichsten Teil Englands.
Wenn man in
Leeds startet, führt einen die Settle-Carlisle Linie stets aufwärts durch eine Landschaft, die mit jeder Meile wilder und unberührter wird. Kurz vor Dent, dem am höchsten gelegenen Bahnhof Englands, verläuft die Bahnstrecke in atemberaubender Höhe auf dem Ribblehead Viaduct.
In Carlisle, der nördlichsten Stadt Englands, steigt man um in die Küstenlinie, die von dort über Whitehaven nach Barrow-in-Furness führt. Die Strecke führt entlang der wenig besuchten Küste, vorbei an kleinen Dörfern und Städtchen, die von den Bergen nahezu ins Meer gedrückt zu werden scheinen.
Durch die geringe Anzahl an Passagieren kann der Kontakt zwischen ihnen und dem Bahnpersonal manchmal schon fast persönlich genannt werden: Nethertown, eine Ansammlung von einzeln stehenden Häusern und Cottages, kann 5757 Bahnreisende pro Jahr aufweisen, weniger als 20 Personen am Tag.
Die Bahnbedienstete Amanda McKeating kennt sie fast alle und kann aufzählen von wo sie kommen und wann sie wohin reisen. Das und der Blick aus dem Fenster, wo auf einer Seite die Berge steil aufragen und auf der anderen Seite Fischreiher und Robben im glitzernden Wasser zu sehen sind, läßt einen verstehen, warum Amanda sehr überzeugend sagt: "I love my job."