| Proms | Die Kurzbezeichnung für die BBC Henry Wood Promenade Concerts, seit 1895 eine feste Einrichtung im sommerlichen London und eine der beliebtesten Konzertreihen der Welt. Dirigent Henry Wood und der Impresario Robert Newman hoben die Konzerte aus der Taufe, seit 1927 ist die BBC Dauersponsor. In den 1950ern begründete der Dirigent Malcolm Sargent die Tradition der "Last Night of the Proms". Hier werden dann patriotische Lieder, allen voran "Rule Britannia!", gespielt und das Publikum steht Fahnen schwenkend in den Gängen. By Jingo! |
| Pub Signs | An vielen, wenn nicht fast allen, Pubs findet man die "pub signs", meist rechteckige Schilder, auf denen der Name des Pubs grafisch umgesetzt ist. Diese sind ein beliebtes Fotomotiv und als Miniatur auch beliebtes Souvenir. Und oft skurril humoristisch. Etwa, wenn bei den "King's Arms" zwei Arme abgebildet sind ... |
| Pubs | Obwohl der Bierpreis und die Bierqualität seit 1267 strengen Regulierungen unterlagen und im 14. Jahrhundert sogar beamtete Bierabschmecker eingesetzt wurden, gab es erst seit 1552 eine Lizenz für Schankstätten. Pubs gab es da schon lange, nämlich "public houses", in denen man sich gegen Entgeld erfrischen und stärken konnte. Ihre erste Blütezeit begann im 17. Jahrhundert mit den Postkutschen, die von speziellen "coaching inns" bedient wurden (heute oft noch an der Kutscheneinfahrt zu identifizieren). Als die Kutschen von den Eisenbahnen abgelöst wurden, blüten die städtischen Pubs auf, für Reisende wie für die Arbeiter. Der ländliche Pub "in the middle of nowhere" erlebte dann seine Renaissance, als der Autoverkehr begann - und so manches verfallene "coaching inn" wurde neu aufgemöbelt und bot sich dem Autoreisenden oder Ausflügler an. Heute gibt es etwa 60.000 Pubs in Großbritannien, die von einfachen Trinkhallen bis zu museumsähnlichen "theme pubs" alles bieten, inklusive jeder Geschmacksverirrung der Nachkriegsjahre. Viele Pubs bemühen sich um ein viktorianisches Image, was aber nicht immer gelingt. Am besten aufgehoben ist man meist in den traditionellen Pubs, die die Moden und Renovierungen der letzten achtzig Jahre verschlafen haben und immer etwas muffg wirken, dafür aber "echt britisch" sind. Leider haben diese dann auch oft einen Teppichboden, der seit König Edwards Zeiten nicht ersetzt wurde und eine gewisse Dankbarkeit für die schummrige Beleuchtung aufkommen lässt. Die meisten Pubs in den Tourismuszentren dagegen sind sauber, hell und effizient gemanaget. Was manchmal zu Lasten der Athmosphäre geht - vor allem die Bemühungen zur Gewinnoptimierung mit Videospielen, "fruit machines" und Video-Jukebox (oder Champions League auf dem Grossbildschirm) lassen oft keine besinnliche Einkehr zu. |
| Punch & Judy | Das britische "Kasperletheater", seit der Restoration bekannt, Höhepunkt in der viktorianische Zeit am Strand, heute dort noch gelegentlich nostalgischer Spass. |
| Punks | Vor allem in den späten 1970ern aktuelle Jugendbewegung, die sich durch eine nihilistisch-anarchische Grundhaltung, einen sehr zusammengewürfelten Kleidungsstil (mit vielen Sicherheitsnadeln) und gigantische bunte "mohicans" (dt.: "Irokesenschnitt") auszeichnete. Noch heute lassen sich "Punks" mit hochtoupierten Haaren gerne gegen ein kleines Entgeld von Londontouristen fotografieren. Die waren aber meist noch nicht einmal geboren, als Johnny Rotten vom "fascist regime" der Elizabeth II sang, passend zum Thronjubiläum 1977. |