Dieser heute meist falsch verwendete Begriff steht für die germanischen Einwanderer, die ab etwa 450 England besiedelten: Angeln, Sachsen und Jüten. Sie waren teilweise als Invasoren ins Land gekommen, teilweise von den Römern als Hilfstruppen engagiert worden. Ihre lebendige germanische Kultur und ihre heidnische Gesinnung verdarb es ihnen sowohl mit den Kelten wie auch mit den Christen, so dass ein Zusammenleben unmöglich war.
Folgerichtig bildeten dann Hengist und Horsa das eigene Königreich Kent. Mitte des 8. Jahrhunderts war de facto ganz England "sächsisch" (sowohl die Angeln als auch noch schlimmer die Jüten wurden häufig "unterschlagen") - neben Kent existierten die Königreiche Northumbria, Mercia, East Anglia, Essex, Sussex und Wessex. Lediglich Cornwall befand sich nicht unter sächsischer Regierung. Die Herrschaft der Angelsachsen endete 1066 mit William the Conqueror, der eine normannisiche Dynastie einsetzte. Die angelsächsische Kultur erwies sich jedoch als beständiger: Zu ihr gehören die heute noch gültigen regionalen Grenzen in England, das Parlament und letztlich die englische Sprache.