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Mit einer Sammlung von Gipsabdrücken, Gravuren und Exponaten zur Weltausstellung begann die Geschichte des "
Victoria and Albert Museums", einer der weltweit größten Sammlungen von Kunstgewerbe und Design.
Ursprünglich war es von Prinz Albert als Vorbildrolle für die britische Bevölkerung unter dem Motto „Anwendung der Kunst im Handwerk“ gedacht, später jedoch orientierte Cole, der 1. Direktor des Museums, mehr auf die kommerzielle Seite des Kunsthandwerkes.

Die Abgusshöfe, der wohl eindrucksvollste Teil der Sammlung, beinhalten neben hunderten von Skulpturen, Friesen und Grabmälern, die Nachbildung der Trajan- Säule in Originalgröße, das sind immerhin 39,83 Meter.
Die dorische Ehrensäule stammt aus dem Jahr 113 nach Christi und wurde zu Ehren des römischen Kaisers Trajan auf dessen Prachtforum in Rom aufgestellt.
1824 verkaufte der russische Bankier Angerstein seine Gemäldesammlung an die britische Regierung und legte damit den Grundstein zur
National Gallery, die sich am nördlichen Ende des Trafalgar Squares befindet.
Unter anderem ist hier das Gemälde „Die Felsengrottenmadonna“ von Leonardo da Vinci ausgestellt, von dem zwei Fassungen existieren. Die erste befindet sich heute im weltberühmten Louvre in Paris.
Kenner und Liebhaber der guten alten Detektivgeschichten werden sich sicher einen Besuch in der Baker Street nicht nehmen lassen- der Straße, in der nach dem Willen ihres Erfinders
Arthur Conan Doyle von 1881 bis 1904 Sherlock Holmes und Dr. Watson gelebt haben sollen. Das Privatmuseum hat das legendäre Arbeitszimmer der beiden Herren nach Vorgaben aus den Romanen nachgebildet und einige Szenen ihrer Abenteuer nachgestellt.
Unter den Theatern Londons nimmt das
Globe Theatre am Südufer der Themse einen besonderen Platz ein. Nicht nur sein im elisabethanischem Stil errichteter ungewöhnlicher Rundbau fasziniert, es war auch ursprünglich das Theater, an dem
William Shakespeare gleichzeitig Hausdichter und Miteigentümer war und das alle seine Werke aufgeführt hat.

1613 setzte bei einer Aufführung des Stückes "
Heinrich VIII." die abgefeuerte Kanone das Strohdach in Brand, worauf das Theater später mit Ziegeldach wieder errichtet wurde. 1644 wurde es leider abgerissen.
Heute befindet sich ein Nachbau nur 60 Meter vom Originalstandort entfernt und hat trotz des allgemeinen Verbotes seit dem
Großen Brand von London 1666 wieder ein Strohdach. Es ist nach wie vor ein Freilufttheater, bei dem ursprünglich kein Platz mehr als 20 Meter von der Bühne entfernt war.