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Eine Städtetour durch London unter dem Aspekt kunsthistorischer und literarischer Höhepunkte und berühmter Museen und Galerien mag sehr anstrengend sein, aber sie fördert doch Erstaunliches zu Tage.
Die größte und eine der bedeutendsten kunsthistorischen Sammlung verdanken die Briten in erster Linie dem Arzt und Wissenschaftler Sir Henry Sloane, der 1753 seine umfangreiche Sammlung an Literatur und Kunstgegenständen dem Staat übereignete.
Die britische Regierung beschloss daraufhin, sie als Grundstock eines Museums zu nutzen, das heute unter den Namen „
British Museum“ bekannt und berühmt ist. Das Museum beherbergt unter anderem Teile der Nationalbibliothek „
British Library“, deren Lesesaal durch seinen atemberaubenden Kuppelbau Weltberühmtheit erlangte.

Es mag wohl eine Ironie des Schicksals sein, dass viele Exponate des ägyptischen Teiles der Ausstellung im Zuge der gleichnamigen Expedition Napoleons nach London gelangt sind.
Der musste zwar in militärischer Hinsicht durch
Admiral Nelson eine empfindliche Schlappe und das Scheitern seiner Mission hinnehmen, doch machten sich in seinem Gefolge unzählige Wissenschaftler und Forscher auf den Weg in das unbekannte Land am Nil.
Ihr Wirken ist teilweise heftig umstritten, so unter anderem der Transport der Mumien oder das Sammeln von Kunstwerken und Schätzen der altägyptischen Kulturen, nichts desto Trotz waren sie ein Meilenstein in der Erforschung des alten Ägypten. So gelangte unter anderem der
Stein von Rosetta 1801 nach England.
Seine Inschrift trug wesentlich zur Entzifferung der Hieroglyphen bei und erst nachdem dies geschehen war, konnte das volle Ausmaß der in England gelandeten Altertümer überhaupt eingeschätzt werden.
Unter den über sieben Millionen Exponaten, die die menschliche Kulturgeschichte von ihren Anfängen bis heute dokumentieren, befinden sich auch die unter dem Namen ihres Entdeckers bekannten
Elgin Marbles. Dabei handelt es sich um Teile des Panathenäen- Frieses und Teile des Skulpturenschmuckes, die von Bauten der Akropolis in Athen stammen.
Ebenfalls ausgestellt ist der als „
Lindow- Mann“, eine Moorleiche aus dem 1. Jahrhundert vor Christi, der nach den Ergebnissen der Untersuchungen gleich auf drei unterschiedliche Arten zu Tode kam. Er wurde erschlagen, stranguliert und erstochen. Das Museum ist über die U-Bahn- Stationen Holborn oder Russel Square zu erreichen.

Im gleichen Londoner Bezirk, London Borough of Camden, liegt King’s Cross, einer der Hauptbahnhöfe Londons, berühmt geworden durch sein Gleis 9 ¾ aus den Harry Potter Filmen. Eigentlich meinte
J.K. Rowling den Bahnhof Euston im gleichen Stadtbezirk, in den Verfilmungen jedoch wurden die Bahnsteige 4 und 5 von King’s Cross entsprechend präpariert.