Vermutlich hat König Arthur um 500 nach Christi gelebt. Um seine Person ranken die verschiedensten Mythen, der bekannteste ist wohl die Artus Sage. Historisch lässt sich weder sein Leben noch die Orte, an denen er geboren wurde, gelebt hat und starb genau nachweisen.
Einige wissenschaftliche Hypothesen gehen davon aus, dass sich in ihm verschiedene Personen der römischen und britischen Geschichte wieder spiegeln.
Erstmals taucht der mythische britische König in der „Historia Brittonum“ auf, die 820 erstellt und dem Mönch Nennius in großen Teilen zugeschrieben wurde. Arthur wird hier als Krieger, nicht König beschrieben, der insgesamt 15 Schlachten geschlagen haben soll.
Zahlreiche Nacherzählen führen zu immer weiteren Ausschmückungen.
Eine der ersten und bekanntesten ist die um 1135 entstandene „Historia Regum Britanniae“ von Geoffrey of Monmouth, dem ersten Historiker Englands.
Nach seiner Darstellung wurde King Arthur als Sohn von Uther und Igraine geboren.
Als Geburtsort gilt Tintagle Castle in Cornwall, wo heute noch Überreste der Burg vorhanden sind, in deren Nähe ein Stein mit der Aufschrift „Arthur“ gefunden wurde. Mit 15 Jahren wurde Arthur König von England und Wales.
Andere Überlieferungen gehen davon aus, dass Arthur als Kind von seinen Eltern getrennt wurde und in der Obhut von Merlins Freund Hector aufwuchs, für dessen Sohn er sich hielt. Arthur soll seine Ritter an einer Runden Tafel versammelt haben, um Rangstreitigkeiten unter ihnen zu vermeiden.
Das Amphitheater in Caerleon, des früheren römischen Lagers „Isca Sillurum“, wird für viele als Überrest dieser Tafelrunde angesehen und der Ort mit dem sagenhaften Camelon, dem Hof König Arthurs, gleich gesetzt.
Ebenso wie Cadbury Castle oder Colchester nordöstlich von London, aus dessen römischer Bezeichnung „Camoladunum“ sich der Ort herleiten lassen soll. Monmouth selbst nennt den Ort Camelon in seinen Aufzeichnungen nicht.
König Arthur soll zahlreiche Abwehrschlachten gegen die Angelsachsen geschlagen haben, die nach der Zeit der römischen Herrschaft nach Britannien vorstießen. Gegen Irland, Island, Norwegen und Gallien führte er Eroberungskriege. Er heiratete die Tochter einer römischen Familie Guinevere.
Während seiner Abwesenheit reißt sein Neffe Mordred die Macht an sich. In der dritten und entscheidenden Schlacht gegen ihn wird Mordred getötet und König Arthur selbst schwer verletzt nach Avalon gebracht.
Sein Tod wird von Monmouth nicht erwähnt oder beschrieben. Um den Ort Avalon ranken sich eben so viele Mythen, wie um die Gestalt des Königs. Verbunden wird er hauptsächlich mit der Abtei Glastonbury in der Grafschaft Somerset , wo sich auch die Gräber Arthurs und Guineveres befunden haben sollen.
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