Der Bass Rock

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Der beinahe kreisrunde Felsen der Insel Bass Rock ragt vor der Küste der schottischen Region East Lothian aus dem Meer. Unweit der Mündung des Firth of Forth gilt die 150 Meter lange Basaltinsel, welche die Schotten auch scherzhaft als “Backenzahn” bezeichnen, als beliebtes Reiseziel für Naturinteressierte.

Seit Jahrtausenden haben den 110 Meter hohen Felsen Basstölpel in Beschlag genommen. Die gänseähnlichen Meeresvögel erreichen Flügelspannweiten von bis zu 180 Zentimetern und gelten als größte Seevögel der Britischen Inseln. Heute schätzt man den Bestand auf etwa 60 000 Paare. Dabei ist der Felsen so dicht besiedelt, dass man glaubt, einen von Schnee bedeckten Berg zu betrachten.

Die Geschichte der Insel reicht bis in das siebente Jahrhundert zurück. Damals lebte der Evangelist St. Baldred in einem Kloster auf dem Felsen und brachte East Lothian den christlichen Glauben. 1057 erhielt die Familie Lauder of the Bass die Insel vom schottischen König Malcom III. Es folgte eine 600jährige Siedlungsgeschichte des Clans auf Bass Rock.

Bass Rock In Schottland besuchen, Ferienhaus in Großbritannien buchenEin bedeutender Vertreter war Robert Lauder of the Bass, welcher 1504 geboren wurde. Der große Bewunderer Maria Stuarts hatte, gemeinsam mit seiner Frau Margaret Sinclair, zwölf Kinder. Dazu zählten James Lauder of the Bass, welcher als Dekan der Kapelle von Saint Triduana in Restalrig wirkte und 1580 ermordet wurde, sowie George Lauder of the Bass, welcher als Geheimrat und Mitglied des schottischen Parlaments in den Geschichtsbüchern Erwähnung fand. Das auf der Insel errichtete und heute nicht mehr vorhandene Castle konnte mit König James IV. und König James VI. hohe Würdenträger begrüßen. Im Jahre 1650 geriet das Schloss unter starken Beschuss und seine Bewohner kapitulierten.

1671 gelangt Bass Rock in den Besitz der schottischen Regierung und wird zum Gefängnis umgebaut. Auf Bass Rock inhaftiert wurden all jene, welche mit der neuen Regierung in Konflikt gerieten. Der alte Turm der Anlage steht noch heute und ist nur über Taue und Leitern zugänglich. In Ruinen erhalten ist auch die kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Der schottische Ingenieur David Alan Stevenson plante den 1902 errichteten Leuchtturm auf Bass Rock. Der weiße, kegelförmige Bau ist 46 Meter hoch und sendet seine Leuchtsignale bis 15 Kilometer weit aus. Seit die Anlage 1988 automatisiert wurde, haben die Leuchtturmwärter die Insel verlassen. Sie waren die letzten Bewohner auf Bass Rock. Heute ist die Insel allein den Basstölpeln vorbehalten.

Wer Bass Rock besuchen möchte, sollte Edinburgh als Ausgangspunkt wählen. Die schottische Hauptstadt ist bequem per Flugzeug oder PKW zu erreichen. Die Tour zur Insel führt entlang der Küstenstraße des Firth of Four, vorbei am ruhigen Badeort Aberlady und der ausgezeichneten Golfanlage von Gullane. Bereits R. L. Stevenson genoss den Sommer in North Berwick. Der schmucke Hafenort verfügt über ein Besucherzentrum, wo man die Vögel auf Bass Rock via Live-Kamera beobachten kann. Zwischen April und Oktober werden Bootstouren angeboten. Die etwa 1 ½ stündige Tour liefert wunderschöne Fotomotive. Die Kolonie selbst ist abgeschlossen. Auf Wunsch können jedoch auch Landausflüge organisiert werden. Entlang eines markierten Pfades können Touristen dann einen direkten Blick auf die gefiederten Bewohner der geschichtsträchtigen Insel Bass Rock werfen.

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