
Haben Sie Lust auf Abenteuer und gruseln Sie sich gern? Glauben Sie an Hexen und Feen, Gespenster und Elfen? Auch heute noch bewahrt Schottland lebhaft die Erinnerungen an uralte Mythen aus keltischer Vorzeit.
Alte
Schlösser und Burgen sind Schauplätze unzähliger Gespenstergeschichten, erinnern aber auch an heldenhafte Krieger und Könige. Wilde Riesen gehen in den dunklen, mysteriösen Wäldern um, in der Einsamkeit nebliger Heiden und Moore erscheinen die Seelen der Verstorbenen.
Die Tiefen der Seen sind bewohnt von betörenden Seejungfrauen und geheimnisvollen Monstern, Kobolde t

reiben überall ihr Unwesen und in den Hügeln lebt das wundersame Volk der zarten Elfen.
In der Altstadt von Schottlands Hauptstadt
Edinburgh können Sie an organisierten Gespenstertouren teilnehmen, unter anderem zum
Mary King’s Close, wo angeblich immer noch Mörder und Pestopfer herumspuken sollen.
Die unterirdischen Gänge wurden im April 2003 wieder für Besucher geöffnet und geben ein sehr anschauliches Bild des Stadtlebens zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wieder.
In der Nähe des Grassmarket lebte der als Hexer verrufene Major Weir, von dem berichtet wird, daß er seinen Spazierstock auf Botengänge schickte. Jedes Jahr findet in Edinburgh auch das Mary King's Ghost Fest statt, zu dem Besucher aus aller Welt anreisen.
Die Ortschaft Aberfoyle erinnert an den Pfarrer Robert Kirk, der dort im 17. Jahrhundert lebte, erstmals die Bibel ins Gälische übersetzte und das Buch "The Secret Commonwealth“ schrieb.
In diesem Buch wird über die soziale Struktur der Elfenwelt berichtet, an die der Pfarrer fest glaubte und der Überlieferung nach hatte er auch Kontakt mit dem Elfenvolk.
In einer dunklen Nacht wurde er tot auf dem Hügel Doon Hill gefun

den, die Sage berichtet, daß ihn die Elfen nach seinem Tod in eine Fichte auf dem Gipfel des Berges verwandelt haben.
In der Nähe von Montrose liegt
Edzell Castle, eine Burgruine aus dem 16. Jahrhundert, in der angeblich eine weiße Dame spuken soll. Das berühmteste Fabelwesen schlichthin ist jedoch Nessie, das Monster von
Loch Ness, dem in Drumnadrochit eine ganze Ausstellung gewidmet ist.
Das sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen und wenn Sie keine Angst vor Seeungeheuern haben, bietet Loch Ness auch wunderbare Bade- und Segelmöglichkeiten. Bootstouren von verschiedenen Anlegestellen aus bieten dem Besucher die Möglichkeit, selbst nach Nessie Ausschau zu halten.
Nahe des Cairngorms National Parkes liegt Dava Moor, jedem bekannt durch
William Shakespeare, in dessen Stück „Macbeth“ sich der schottische König in Dava Moor mit den drei Hexen trifft.
Von
Brahan Seer, dem gälischen Nostradamus, der im 17. Jahrhundert in Fortrose gelebt haben soll und dessen wirkliche Existenz oft angezweifelt wird, berichtet die Legende, daß er einen Stein mit einem Loch in der Mitte benutzte durch das er seine Visionen hatte. Es gibt keine von ihm gemachten Aufzeichnungen, nur mündliche Überlieferungen. Es wird berichtet, daß er in einem geteerten Fass verbrannt wurde, weil er eine indiskrete Voraussage machte.

Nehmen Sie das alles am besten nicht ganz so ernst und geniessen Sie einen herrlichen grusligen Urlaub!