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Silvester, der letzte Tag im Jahr, wird in Großbritannien ganz anders begangen als z. B. in Deutschland. Während dort rauschende Partys, sowohl privat, als auch auf öffentlichen Veranstaltungen, gefeiert werden, wird der New Year's Eve, wie die Briten den 31. Dezember nennen, eher traditionell besinnlich und ruhig verbracht.

Eine Ausnahme bildet dabei die Silvesterfeier der Schotten, Hogmanay, die mit ihren fröhlichen Straßenfesten, Feuerwerk und Dudelsackklängen zu einer Hauptattraktion des britischen Silvesters geworden ist. Auch in London und anderen größeren Städten ist der Silvesterabend in den letzten Jahren durch gigantische öffentliche Feuerwerke lebendiger geworden.

Den New Year's Eve mit lauten und feucht-fröhlichen Feiern ausklingen zu lassen, ist in britischen Familien eher selten, denn hier gilt die Regel, dass am Silvesterabend und auch an Neujahr keine Gäste eingeladen werden. Stattdessen gibt es aber die Tradition, dass man am 31. Dezember und am 1. Januar jedes Haus ohne Einladung besuchen kann.

Allerdings sollten die Gäste dem Hausherrn einen Kohlebarren für das Kaminfeuer mitbringen, der ein Sinnbild für den Wunsch des Besuchers ist, dass das Feuer im Herd des Gastgebers nie ausgehen möge.

Mit den Glockenschlägen des Big Ben, die der BBC in ganz Großbritannien überträgt, haken sich die Menschen im ganzen Königreich unter und singen die alte englische Weise Auld Lang Syne, die im Moment des Jahreswechsels an alte und neue Freunde erinnern soll.

In Yorkshire ist es Brauch in den letzten Sekunden des alten Jahres „Black rabbits, black rabbits, black rabbits“ und in den ersten Sekunden des neuen Jahres „White rabbits, white rabbits, white rabbits“ zu rufen. Dies soll Glück für das gerade beginnende Neue Jahr bringen.

Sind die Schläge von Big Ben verklungen, beginnt seit 2005 in London ein gigantisches Feuerwerk mit Feiern rund um Londons neues Wahrzeichen, das Riesenrad „London Eye“ am Ufer der Themse. Mittlerweile werden Raketen sogar direkt vom Rad selbst in den Neujahrshimmel geschossen.


Ähnlich wie in London, jedoch in noch größerem Maßstab, wird im schottischen Edingburgh New Year's Eve gefeiert. Feuerwerkskaskaden steigen über dem Edinburgh Castle auf, die Menschen singen, tanzen und feiern auf den Straßen ihr Hogmanay. Der Begriff Hogmanay leitet sich aus dem Altfranzösischen ab und bedeutet in etwa „Neujahrsgeschenk“.

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