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Reisetipp: England

Oxfordshire ist eine Grafschaft im mittleren Süden Englands. Etwa 600.000 Menschen leben in dem 2.610 km² großen Gebiet der Grafschaft. Sie wird noch in fünf Bezirke unterteilt: Oxford, Cherwell, Vale of White Horse (nach dem Uffington White Horse), West Oxfordshire und South Oxfordshire.
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Der 1. Mai, „May Day“, ist in Großbritannien nicht nur der „Tag der Arbeit“ mit politischen Demonstrationen und Feiern sozialistischer Gruppen, sondern vor allem der Tag, an dem man den Beginn des Sommers, die Zeit der grünen, blühenden Natur und der Liebe, in der nördlichen Hemisphäre feiert.
Die Maifeiern, die im Vereinigten Königreich eine Vielzahl an unterschiedlichen regionalen Traditionen aufweisen, stehen daher ganz im Zeichen der Freude über das Ende des Winters und den Beginn neuen Lebens.

Der Ursprung des May Day führt zurück in die vorchristliche Zeit und hat seine Wurzeln im keltischen, germanischen und römischen Brauchtum, den Sommeranfang zu feiern.

Die Kelten feierten um den 1. Mai herum ihr Fest Beltane, die Germanen die Walpurgisnacht und die Römer die Floralia, eine Feier zu Ehren der Flora, Göttin der Blumen und Früchte.

Von den heidnischen Bräuchen jener Zeiten haben sich bis heute zahlreiche Traditionen erhalten z.B. der Tanz um den Maibaum (Maypole Dancing), die Wahl einer Maikönigin (May Queen) oder aber das Well Dressing.

Beim Maypole Dancing verweben die Tänzer während des Tanzes bunte Bänder um den Maibaum zu einem kunstvollen Geflecht, das die Farbenpracht des Sommers und die Freude über die sonnige Jahreszeit ausdrücken soll. Besonders gepflegt wird das Maypoling in der Gegend um Oxford z.B. in Charlton-on-Otmoor.

Die Wahl zur May Queen ist für junge Mädchen eine besondere Ehre, denn sie verkörpert die Göttin Flora in menschlicher Gestalt. Die Königin thront während der Maifeier auf einem blumengeschmückten Stuhl und hält Hof über ihre fröhlich feiernden Untertanen.

Das Well Dressing (Brunnenschmücken) geht auf die uralte keltische Tradition zurück, Quellen und Brunnen zu Ehren der Quellgöttinnen mit Blumen, Gräsern und Blättern zu schmücken und dadurch um nie versiegendes Wasser zu bitten.


Heutzutage wird das Well Dressing vor allem in Derbyshire praktiziert: Brunnen und andere Wasserquellen werden mit großen, gerahmten Mosaikbildern geschmückt, die aus Blütenblättern, Gräsern, Blättern, Beeren, Baumrinde, Samen und Moos bestehen, und in einer feierlichen Zeremonie gesegnet.

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