
Hogmanay, das schottische Silvester, gilt als einer der bedeutendsten Festtage in Schottland und wird traditionell,
beginnend am Abend des 31. Dezember, bis in die frühen Morgenstunden des 1. Januar gefeiert.
Aus allen Teilen des Königreichs und inzwischen auch aus aller Welt kommen Hunderttausende insbesondere nach Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands. Alle wollen an der fröhlichsten, buntesten
und bestbesuchten
Silvesterparty des Globus teilzunehmen.
Wegen des großen Gäste-Ansturms dauert die
Hogmanay-Feier 2011 von Donnerstag, den 30.12.2010 bis Sonntag, den 02.01.2011. Die Herkunft des Wortes „Hogmanay“ ist nicht ganz geklärt, jedoch gilt seine Ableitung von dem altfranzösischen Begriff „hoguinané“ als am wahrscheinlichsten.

Es wird mit „Neujahrsgeschenk“
übersetzt oder aber mit „Kinderschrei nach einem Neujahrsgeschenk am Silvesterabend“.
Seinen Ursprung hat Hogmanay sowohl in der Wintersonnwendfeier der Nordmänner, als auch in dem keltisch-gälischen Neujahrsfest
Samhain. Auch Spuren der römischen Saturnalien lassen sich in der Art Hogmanay zu feiern nachweisen.
Das schottische Silvester wird ähnlich wie in Deutschland mit rauschenden Partys, Feuerwerk, Konzerten, Straßenevents, viel Alkohol und heimischen Delikatessen gefeiert. Jedoch ist hier auch eine sehr traditionelle Note erkennbar, die an das alte gälische Brauchtum erinnert.
So ist es Tradition, an Hogmanay Licht, Feuer und die Sonne zu ehren. In Edinburgh ist die gesamte Royal Mile
rund um das
Edinburgh Castle in ein Meer aus Feuer und Licht getaucht und die
„Torchlight Procession“ (Fackelzug) bringt Zehntausende auf die Beine.
Weithin berühmt ist auch die
„Stonehaven Fireballs Ceremony“ in NO-Schottland. Hier werden Feuerbälle aus Baumwolle und Papier mit einem Durchmesser von 61 cm von ihren Trägern so lange rund um ihre Köpfe geschwungen, wie Träger oder Feuerball
es aushalten.

Auch innerhalb der schottischen Familien werden viele alte Bräuche gepflegt. Es ist Tradition am Silvesterabend „
Haggis“ (gefüllten Schafsmagen) und „Black Bun“ (ein sehr reichhaltiger Früchtekuchen) zu servieren.
Auch der Brauch des „First Footing“, bei dem man pünktlich mit dem letzten Schlag der Mitternachtsglocke mit einem Glas
Whisky, einem Stück Kohle, einem Black Bun, Shortbread sowie Salz die Schwelle von Freunden und Nachbarn übertritt, wird vielerorts gepflegt. Mit dem „ersten Schritt“ soll Glück für das gesamte neue Jahr ins Haus gebracht werden.
Ein besonderes Glücksritua
l wird in den
schottischen Highlands praktiziert: das
„Saining“. Dabei werden mit dem Rauch brennender Wacholderzweige und dem Besprengen mit magischem Wasser das alte Jahr und böse Mächte aus dem Haus gejagt.