Die Grafschaft Gwynedd liegt im Nordwesten von Wales und war bis zur Eroberung durch König Edward I. von Wales im Jahr 1282 ein eigenständiges Königreich. Während mehreren Eiszeiten haben sich in Gwynedd und in ganz Wales Moränenstauseen gebildet, wie zum Beispiel der Bala Lake, das größte natürlich Gewässer in Wales.
Durch diese Seen bieten sich dem Urlauber zahlreiche Möglichkeiten, die freie Zeit mit Angeln, Schwimmen oder Bootstouren zu verbringen.
Besonders beliebt ist der Besuch des Snowdonia-Nationalparks, in dem der höchste Berg von England und Wales zu finden ist. Es ist der Snowdon, Namensgeber des Nationalparks, mit 1085 m Höhe. In diesem Gebiet kann man klettern, wandern und die Natur in vollen Zügen genießen. In Gwynedd kann der Urlauber auch Wasserfälle, bewaldete Schluchten und die älteste aktive Schmalspurbahn der Welt besichtigen.
Die Burgen und anderen Bauwerke, die König Edward I. in seiner Herrschaftszeit errichten ließ, gehören seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Deswegen sollte man sich auch auf keinen Fall die Besichtigung einiger von ihnen entgehen lassen.
König Edward I. ließ in neun Jahren neun neue Burgen errichten und bereits vorhandene wieder instand setzen.
Dadurch wollte er seine Herrschaft in der neuen Region sichern. Der Architekt, der diese Baumaßnahmen beaufsichtige war James St. George, ein angesehner Bauherr von Verteidigungsanlagen. Alle Burgen dieser Zeit sind in Meernähe gelegen und weisen einen ganz besonderen Baustil auf, der in Großbritannien einzigartig ist.
Trotzdem unterscheiden sich alle Burgen und sind somit jede für sich einmalig. Das wohl prächtigste Bauwerk ist Beaumaris Castle, welches zwischen dem Festland und der Insel Anglesey liegt. Diese und weitere Burgen sind auf jeden Fall einen Ausflug wert und man sollte sich die Zeit nehmen, sich in die damalige Zeit zurückversetzen zu lassen.
Besonders beliebt bei Familien mit Kindern sind Ausflüge zu verschiedenen Minen. Gerade an regnerischen Tagen bietet sich so ein Ausflug an, da man unter der Erde vor den oft langen und ausgiebigen Regenfällen geschützt ist. Allerdings sollten die Kinder nicht zu jung sein, da es in den Minen teilweise sehr dunkel ist und die Wege daher nicht immer klar zu erkennen sind.
Eine Alternative für Regentage kann auch eine Fahrt auf dem Welsh Highland Railway sein, einer landschaftlich beeindruckenden Zugstrecke, die auch durch den Snowdonia-Nationalpark führt. Der Urlauber hat somit die Möglichkeit, sich die herausragend schöne Natur des Nationalparks auch ohne anstrengende Wanderungen anzusehen.
Wer sich gern sportlich betätigen möchte, findet in Gwynedd viele Rad- und Wanderwege, Berge zum Klettern, ein Sportzentrum und mehrere Strände, an denen man natürlich auch einfach nur entspannen kann.
In der Grafschaft Gwynedd ist es jedem Urlauber möglich, seinen Urlaub nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und sich gut zu erholen. Somit bietet sich diese Grafschaft sowohl für Familien mit Kindern und Kulturinteressierte als auch für Aktivurlauber an.